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Mittwoch, 11. Januar 2012

Gratis NBA League Pass vorbei

Gestern war der letzte Tag des Gratis NBA League Pass. Und ich bin nicht traurig darüber. Wie schon angekündigt werde ich den League Pass im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren nicht kaufen.
Hauptgrund ist, dass ich immer  noch vom Lockout angep***t bin, aber auch der Stress der damit verbunden ist. In den letzten beiden Jahren war es schon anstrengend den ganzen Tag zu vermeiden, das Blazersergebnis der letzten Nacht nicht zu erfahren, damit man am Abend das Spiel wie "live" anschauen kann. Dieses Jahr ist es noch stressiger, weil der Spielplan so komprimiert ist, dass gefühlt alle 1,5 Tage ein Spiel der Blazers ist. Leider ist die Qualität der Spiele sehr schwankend, was auch das Zuschauen nicht immer spannend macht.
Besonders an den ersten Spieltagen hat man die fehlende Vorbereitung der Teams gemerkt, ich habe noch nie so viele Turnover, Fehlpässe, schlechte Abstimmung in der Defense gesehen, wie am Zweiten Weihnachtsfeiertag. Mittlerweile ist es ein bißchen besser geworden.
Nach gut 2 Wochen beschweren sich schon die ersten Spieler, dass sie müde sind und keine Zeit zur Regeneration hätten. Da sag ich nur: Geschieht euch recht ihr Raffgeier!
Fazit: Das Produkt NBA ist momentan einfach nicht das gewohnte. Übermüdete Spieler schlappen übers Spielfeld und zeigen teilweise eine Leistung, die man eher von Pick Up Games auf dem Freiplatz erwartet, aber nicht von den bestbezahlten Basketballern der Welt. Da macht das Zuschauen auch keinen Spass. Ich werde die Liga bis zu den Playoffs nur noch über Spielberichte verfolgen.

Dienstag, 10. Januar 2012

Spiel 17: Tübingen vs. Würzburg

Endlich mal wieder ein Auswärtssieg! Wurde auch Zeit. Das schöne daran war nicht nur die Höhe ( 60:82 ), sondern auch, dass man es ohne den "Topscorer" Harris geschafft hat, der am Sprunggelenk verletzt war. Jacobson mit soliden Zahlen und insgesamt einer hervorragenden Dreierquote von 44,4% (12 von 27). Auch der Maxi hat wieder knapp 10 Minuten gespielt und 7 Punkte gemacht, wobei ich aber nicht weiß, ob das dann eher in der Garbagetime war. Für seine Entwicklung aber trotzdem wichtig.
Schade leider, dass die Schützenhilfe der Bayreuther bzw. Trierer ausblieb und die Pokalquali knapp verpasst wurde. Dieser depperte Schiri in Frankfurt..., wäre dieser Pfiff nicht gewesen, wären wir aktuell fünfter.
Aber am Sonntag können die Baskets den Skyliners (bei denen es aktuell nach sehr schlechtem Saisonstart ganz gut läuft) zeigen, wer die Macht am Main ist. Diesmal prognostiziere ich einen Heimsieg (lag ich mit meinen Vorraussagen dieses Saison eigentlich schon mal richtig?).

Mittwoch, 4. Januar 2012

Ulm vs. FC Bayern

Gerade das Spiel auf Sport1 geschaut. Sehr schön, Ulm liegt 2 hinten, 5.x Sekunden auf der Uhr, Einwurf Ulm.
Der geht zwar etwas daneben, aber Nankivil netzt von irgendwo zwischen Dreierlinie und Mittellinie ein. Endstand 76:75, Yeah. So setzt sich die Bayernserie fort. Gute Unterstützung für unsere Mission DBB-Pokal. Jetzt müssen wir "nur noch" in Tübingen gewinnen und Bayreuth in Braunschweig. Ach ja und die Bayern müssen am Samstag in Bamberg verlieren, aber da habe ich eigentlich keine Bedenken.

Dienstag, 3. Januar 2012

Spiel 16: Würzburg vs. Alba Berlin

Wow, wow, wow. Unfassbar was gestern in der sOA passiert ist. Da geht man nach der vorhergehenden, erneuten Auswärtspleite gegen Bremerhaven ohne große Erwartungen zum Spiel und dann machen die Baskets Alba mit 84:65 aber sowas von nieder. Der Hammer! Den Vizemeister mit 19 Punkten zu besiegen, da gehört schon was dazu.
Gleich zwei Topscorer mit 20 Punkten. Ricky Harris und Jason Boone!
Den letztjährigen MVP DaShaun Wood mit über 38 Minuten Spielzeit bei 6 Punkten zu halten, war eine erneute Glanzleistung der Würzburger Defense. Außer Heiko Schafartze (der heißt doch so, oder Matze Bielek?), mit 22 Punkten bester Albaner, hat kaum einer aus der 8-Millionen-Truppe großartig Widerstand geleistet. Haben wir Silvester ein bisschen zu viel gefeiert oder was?
Von Anfang an haben die Baskets, wie schon gegen den FCB, den Berlinern ihre Spielweise aufgezwängt. Hautenge Verteidigung, die Berlin 19 Turnovers kostete und nur wenige frei Würfe zuließ. 
Nach dem ersten Viertel stand es 11:15 und ich habe mich schon wieder auf maximal 50 Würzburger Punkte eingestellt. Optimismus setzte da auch noch nicht ein, auch wenn wir nur 4 Punkte zurück lagen, ich habe eigentlich dauernd erwartet, dass die Berliner ihre individuelle Klasse auspacken, so wie es die Bamberger gemacht haben. Aber dazu kam es nicht.
Im zweiten Viertel hatte Berlin schon nach 2 Minuten die Foulgrenze erreicht, wobei Würzburg sich da auch bei den Schiris bedanken darf. Ausgenutzt wurde es von Coach Patrick aber nicht. Ab da hätte man ständig den Ring attackieren müssen, in der Erwartung, dass Berlin nicht so hart eingreift und man leichte Punkte erzielt, oder dass man zumindest die Berliner richtig in Foultrouble bringt. Aber nein, es wurde weiterhin "normal" gespielt, d.h. es wurden auch fleißig Dreier geworfen. Gott sei Dank saßen die Dreier mit einer Quote von 8/20 über das gesamte Spiel bei Würzburg ordentlich, es waren auch nicht so viele Versuche wie zuletzt (32 in BHV). Das Viertel wurde trotzdem mit 24 zu 18 gewonnen.
Schließlich kam das dritte Viertel und da ging dann richtig der Punk ab! 23:9 für die Baskets!!!! Unfassbar.
Trotzdem konnte man sich immer noch nicht sicher sein, dass der Sieg im Sack ist. Aber auch im vierten Viertel konnten die Hauptstädter diesen Rückstand nicht mehr gutmachen, auch wenn es mit 26:23 wieder besser lief.
Die Mannen in Blau machten sich schließlich völlig zur Lachnummer, als sie 1:10 vor Schluss nach einer Würzburger Auszeit und 15 Punkten Rückstand die Verteidigung verweigerten und Kramer Jacobson ohne Gegenwehr einen Layup Dunk gestatteten. Das Würzburger Publikum kommtenierte das entsprechend ("Scheiß Verlierer!").
Was sollte das? Ich denke nicht dass das eine beleidigende Aktion von Patrick war, sondern vielleicht wollte er seinen Männern noch mal kurz eine Verschnaufpause geben. Außerdem kann es bei dieser ausgegelichenen Liga in der Abschlusstabelle auf ein paar Körbe ankommen, so dass es schon Sinn macht, bis zur Schlußsirene "richtig" zu spielen. Und mit ein paar schnellen Dreiern können aus 15 Punkten schnell wieder 5 werden.
Als dann Sven Schultze nach dem Abpfiff noch auf Jacobson los ging, hatte Alba seinen Kredit bei den Würzburger Fans vollends verspielt. Das kann aber kein Grund sein, Klatschpappen auf die Berliner zu werfen, auch wenn sich da sicher keiner dabei verletzen kann (körperlich zumindest). Das will ich beim Basketball nicht mehr sehen. Genausowenig, wie andere Gegenstände aufs Spielfeld zu schmeißen, weil einem die Schiedsrichtererntscheidungen nicht schmecken. Das fehlt noch, dass wir wegen so ein paar Deppen auf der Tribüne eine Strafe bekommen. Geht lieber zum Fussball!
Größter Lichtblick bei diesem Spiel für mich: Jason Boone. Der wurde gestern so gut ins Spiel eingebunden, wie noch bei keinem (Heim)-Spiel in dieser Saison, das muss in Zukunft öfter passieren.Wie gut wäre er, wenn er seine Freiwürfe besser treffen würde! Harris zu Recht gestern der Fäßchenmann, seine Shooter-Qualitäten sind ja bekannt.
Sehr erfreulich war natürlich die Einsatzzeit von Maxi Kleber, gleich der erste Wurf ein high-arching Jumpshot, sauber eingenetzt. Das freut das Würzburger Herz. Noch schöner wäre es gewesen, wenn am Schluss auch der Brazzo noch eine Minute hätte spielen dürfen. Aber weil bis zum Schluss nur Spieler aus der Stammrotation auf dem Feld waren, kann man vielleicht schon einen gewissen Respekt John Patricks vor dem Berliner Kader erkennen.
Elliott zwar mit nur 9 Punkten, aber gleich zu Beginn drei starke Defensiv-Aktionen. So ein Opa hinter mir rief die ganze Zeit, dass er ausgewechselt gehört, der hat ja mal richtig Ahnung! Der bewertet einen Spieler auch nur nach der Anazhl seiner Punkte.
Auf der Schattenseite: das Spiel von Jacobson. Man munkelt ja von gesunheitlichen Problemen, weiß nicht ob was dran ist. Aber in den letzten paar Wochen hat er nicht das gezeigt, was er drauf hat, zu Saisonbeginn deutlich besser. Hat auch nur gute 18 Minuten gespielt.
Insgesamt finde ich die Verteilung der Spielminuten im gestrigen Spiel sehr gut. Auch wenn vielleicht ein bisschen oft gewechselt wird. Nur Boone hatte über 30 Minuten, in letzter Zeit hat er seine Fouls echt im Griff.
Von den, zumindest in Wüzburg so genannten "drei großen Bs" hat man zwei geschlagen, wer hätte das gedacht. Ich nicht. Umso besser schmeckt dieser Sieg, oder um Clyde Drexler zu zitieren: "How sweet it is! "

Nach so einem krassen Spiel muss jetzt endlich mal wieder ein Auswärtssieg her. Tübingen muss fallen!



Spiel 15 Bremerhaven vs. Würzburg

Ein Auswärtsspiel - eine Auswärtsniederlage. So kennen wir das ja schon. Mit 79:71 verlieren die Würzburg Baskets schon wieder in fremder Halle. Analyse spare ich mir, die gleichen Probleme wie immer, obwohl es diesmal zu einer 15 Punkte Halbzeitführung langte. Würzburger Augenzeugen berichten auch wieder von einer schwankenden Schiri-Leistung: 1 HZ. pro Würzburg, 2. Hz pro Bremerhaven.....
Nach dem Sieg über die Bayern war das halt wieder doppelt enttäuschend, ich glaube wir verwöhnen die Spieler mit unserem Support von der Tribüne zu Hause zu stark.

Samstag, 24. Dezember 2011

Spiel 14: Würzburg vs. FC Bayern München

Ja, heute ist Weihnachten. Gestern war aber auch schon Weihnachten. Was für ein saugeiles Spiel gegen die Bayern. Würzburg gewinnt mit 64: 55 . Da war ich letze Woche etwas arg pessimistisch, was unsere Siegchancen anging.
Obwohl es nach dem anfänglichen 0:12 schon arg düster aussah. "Wir werden abgeschlachtet, und auch noch live im Fernsehen", dachte sicher nicht nur ich. Aber zum Glück sind wir ja beim Basketball und nicht beim Fußball, wo bei so einem Spielstand den Sieger schon feststeht, gell liebe Bayernfans! Die Baskets haben den Bayern komplett ihre Spielweise aufgezwungen. Die Würzburger Verteidigung war spitzenklasse, jeder hilft aus und rotiert zum freien Mann, wie aus dem Bilderbuch. Ich habe da immer so ein Bild vor meinem inneren Auge:

                           Zahnräder, die lückenlos ineinander greifen, wie ein gut geöltes Getriebe.

Ein echtes Armutszeugnis für die Bayern waren die Offeniv-Rebounds: 19:7 aus Würzburger Sicht, und das mit unseren kleinen Guards. Was treibt eigentlich die Scouting-Abteilung der Bayern? Dass die Basktes viel von außen schießen, aber leider nicht so hochprozentig treffen, sollte mittlerweile bekannt sein. Und "lange Bälle = lange Rebounds" ist ja wohl Grundwissen. Da kann ich als Verteidiger doch nicht in der Zone stehen bleiben und darauf warten, dass mir die Rebounds in den Schoß fallen. Da muss ich diese kleinen Würzburger ausblocken und meine Größenvorteile nutzen. Tja, Pech für sie.
Und auch offensiv waren die langen Münchner kein so großes Problem für die Baskets, wie gedacht. Schon gegen Bamberg, war der vermeintliche Größennachteil eigentlich keiner. Da lag es eher an den zuverlässigen Schützen der Oberfranken, die bei Oberbayern aber zum Glück fehlten.
Für Basketball-Ästheten war es sicher kein arg schönes Spiel: Unterirdische Wurfquoten aus dem Feld, ein Endstand, der beim Spiel Oldenburg vs. Artland (letzte Woche auf Sport1) eher der Halbzeitstand gewesen wäre. Aber ich fand's super. Die alte s.Oliver Arena bestand 40 Minuten lang nur aus Stehplätzen und es war spannend bis in die letzte Minute. So muss das sein. Wenn ich auf Schönen Dunk manche Kommentare vonwegen "Kloppertruppe" lese, kann ich echt nur lachen. Die Baskets spielen weder unfair noch dreckig. Der unfairste Spieler auf dem Feld war, wenn überhaupt, der Herr Homann. Und warum das keine Werbung für den Sport sein soll, frage ich mich auch. Wann ist ein Spiel gut bzw. schön anzusehen? Wenn es spannend ist! Wenn ein Team 100 Punkte macht und das andere 70, ist das spannend? Oder schalte ich da um, weil es langweilig ist? Deswegen interessiert mich z.B. das NBA All-Star Game auch seit Jahren nicht, weil da nur gescort wird, wie in einer lauen Traininsgpartie. Da ist kein Kampf, keine Leidenschaft, keine Spannung!

Insgesamt war es aber schon eine faire Partie, die Schiris haben eine recht gute Leistung abgeliefert, wenn auch am Anfang des vierten Viertels zwei so offensichtliche und hanebüchene Non-Calls dabei waren, bei denen sogar mir als stets besonnener Fan der Kragen geplatzt ist. Sie haben einiges Mehr an Kontakt zugelassen als andere Schiri-Gespanne bisher und nicht ständig den Spielfluss unterbrochen. Und so lange das auf beiden Seiten passiert, soll es mir recht sein.

Absolut fehlerfrei gestern Abend: Klaus Groß, der Hallensprecher. Vielleicht musste er ja nachsitzen und hat endlich mal die Spielernamen auswendig gelernt.

Die paar Bayernfans fielen, außer mit ihren ständig gestreckten Mittelfingern, kaum auf. Eine Unsitte, aber vernachlässigbar. Die paar echten Bayern-Basketballfans aus München müssen einem schon leid tun. Jetzt gibt es in dieser 1,3-Millionenstadt endlich Profibasketball und dann muss man sich das auch noch mit den Fußballprolls teilen, die alles unterstützen, solange nur das Bayernlogo drauf prangt.

Zurück aus der Stettiner Straße hab ich mir das Spiel gleich noch mal im Fernsehen angeschaut, zu Beginn merkte man den Kommentatoren schon an, dass sie eine gewisse Nähe zu den Bayern entwickelt haben, kein Wunder, wenn man sie jede zweite Woche spielen sieht. Auch das Interview in der Halbzeit mit Marco Pesic war zehnmal so lang, wie das mit Jochen Bähr. Als ob so viele Fernsehzuschauer mehr an Personalsorgen der Bayern interessiert wären. Ich finde den Aufstieg des Würzburger Basketballs eine interessantere Story, als diese Basketballer von Uli's Gnaden. Wäre überhaupt mal interessant zu wissen, wie die regionale Verteilung der Sport1 Zuschauer aussieht. Ob es da verlässliche Zahlen gibt?
Aber die Atmosphäre aus der sOA kam im TV gut rüber, da können sich die Münchner oder Berliner "Fans" mal ein Scheibchen abschneiden.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Spiel 13: Hagen vs. Würzburg

Mit einem sehr enttäuschenden 73: 70 verlieren die Würzburg Baskets ihr fünftes Auswärtsspiel am Stück.
Nachdem sie in der 2ten Hälfte teilweise 10 Punkte und mehr zurücklagen, konnten sie sich 20 Sekunden vor Schluss auf 70:70 herankämpfen, aber die hochgelobte Defense versagte im letzten Angriff und erlaubte einen Treffer der Hagener von Downtown.
Hagen steht nach wie vor auf einem Abstiegsplatz und hat in den 12 Spielen davor im Schnitt ca. 91 Punkte im Schnitt eingeschenkt bekommen. Wie kann es sein, dass wir bei denen gerade mal 70 Punkte schaffen?
Die Stats beider Teams lesen sich sehr ähnlich, beide Teams ballerten viel von draußen und kaum aus der Halbdistanz, wobei Hagen mit 10 von 24 (42%) einiges besser dasteht. 65% Freiwurfquote für Würzburg ist auch mal wieder äußerst bescheiden. 
Wenn meine Taktik ist, viel zum Korb zu ziehen, dann sollte ich entweder die Layups machen oder zumindest die Freiwürfe, beides daneben wefen, damit hänge ich zwar dem Gegner Fouls an, aber die tun ihm nicht weh, wenn ich es nicht von der Linie bestrafen kann.
Jacobson hatte wie schon gegen Bamberg wieder ein sehr schwaches Spiel: 3 Turnovers und nur 1 von 6 aus dem Feld. Auch Elliott mit frühen Foultrouble sehr schwach, hat aber auch nur 11 Minuten gespielt.
Auf SD haben auch schon einige User einen scorenden 3er oder 4er gefordert, wie ich, der unserer Offense vor allem unter dem Brett als auch aus der Mitteldistanz mehr Durschlagskraft verleiht. Durch den Zugang eines weiteren Guard-Terroristen in Frazier wurde bestimmt auch das Teamgefüge etwas durcheinander gebracht, vielleicht spielt sich das wieder ein. Ich denke nicht, dass die Baskets nachverpflichten, da ein Qualitätsspieler zur Zeit sicher schwierig zu finden sein wird und man auch noch beachten muss, welchen Pass dieser besitzt.
Trotzdem stehen die Baskets in ihrer Debütsaison gut da, das offizielle Saisonziel sollte problemlos erreicht werden und wenn wir nur noch zu Hause gewinnen. Von Playoffs und Pokal sollte man als Würzburg Fan erst wieder nächstes Jahr träumen.
Wir werden langsam ins Mittelfeld durchgereicht, ich prognostiziere drei Niederlagen in den nächsten drei Spielen, was eine Serie von sechs entspräche.
Freunde, ich sag's Euch: Die Abwärtsspirale hat begonnen!

Sonntag, 11. Dezember 2011

Spiel 12: Würzburg vs. Bamberg

Das große Frankenderby ist vorbei, auf das sich, wie auch ich, die Fans der Würzburg Baskets seit Wochen gefreut haben. Leider ist unsere Serie von 31 Heimsiegen in Folge gerissen. Mit 59:75 hat der amtierende Deutsche Doublesieger uns gezeigt, wo der Hammer hängt. Auch wenn das Ergebnis nicht den Spielverlauf genügt, muss man zugeben, dass Bamberg schon eine andere Kragenweite hat.
Nach der einzigen Führung (3:2), zogen die Brösels erst mal davon, bevor die Baskets sich tapfer zurückkämpften. Schließlich stand es zur Halbzeit 31:39 und Basketballexperte Matthias G. meinte zu mir "Da geht noch was!" Zu Anfang des dritten Viertels sollte er Recht behalten, Würzburg startete mit einem Run und schaffte fast den Ausgleich. Dann jedoch zog Bamberg wieder an und baute sich ein komfortables Polster auf. Das hielten Sie auch bis zum Schluss aufrecht, wenngleich es auch im Schlussabschnitt noch mal ein Aufbäumen der Würzburger gab, das jedoch abgewehrt wurde.
Woran lag es?
Im Gegensatz zu uns gibt es bei Bamberg Spieler wie Gavel oder Jacobsen, die halt einfach zuverlässig treffen. Defensiv konnte Würzburg lange Zeit gut mithalten, vor allem über die niedrige Foulbelastung von Boone war ich zur Halbzeit verblüfft. Slaughter und Suput waren beide keine großen Faktoren in der Offense, nur Tucker hat gut gepunktet und Pleiß konnte ein paar Mal seine Körperlänge gut einsetzen.
Der gute Tibor hätte heute vor dem Spiel mal wieder ein bisschen Wasser trinken sollen (siehe Interview auf sport1.de), im Angriff hat ihn Boone nach Belieben herumgeschoben. Junge, wenn Du in die NBA willst, geh in den Kraftraum!
Auf die Penetration unserer vielen kleinen Guards hatten sich die Oberfranken nach der Halbzeit gut eingestellt, so dass das als Waffe quasi wegfiel. Und von drausen hagelte es eine Fahrkarte nach der anderen. Nur einer von 16 Dreiern fiel in den Bamberger Korb, es gab aber auch nicht wirklich viele frei Wurfmöglichkeiten. Und dann die Freiwürfe! Zwölf von 24 vergeben, alleine Frazier traf nur 4 von 10. Eine miese Ausbeute, wenn man bedenkt, wie schonungslos der kleine Kerl  oft zum Korb zog um dort unsanft abgeräumt zu werden. Dann muss man wenigstens die Freiwürfe machen. Scheint mir eine Göttinger Krankheit zu sein, drei der vier Ex-Niedersachsen treffen keine 62%.
Und überhaupt. In den letzten Spielen kam es mir so vor, als lässt JP fast nur noch seine vier Guards und Boone spielen, der Rest des Teams kommt nur dann zum Einsatz, wenn einer wirklich mal verschnaufen muss oder in Foultrouble ist. Finde ich etwas unkreativ. Auch wenn es für das aktuelle Saisonziel langt, ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf lange Sicht sehr erfolgreich ist, mit dieser Spielweise bzw. mit so einer Mannschaftszusammensetzung. Das soll kein Vorwurf sein, denn ursprünglich war mit Gilbert Brown ja ein athletischer Scorer auf der 3 verpflichtet worden. Und kurzfristig adäquaten Ersatz bzw. eine Verbesserung zu verpflichten ist bestimmt schwierig.
Einen zuverlässigen Go-To-Guy, das wäre halt schön, aber das trifft momentan auf keinen Würzburger zu.
Kramer war gestern auch ganz schön zurückhaltend, Jacobson am Anfang mit Mumm, hat dann aber eingesehen, dass die Würfe nicht sitzen. Harris ist leider ein Streaky Shooter, hat gestern "nur" Layups gemacht, keinen einzigen Dreier. Little und Frazier auch eher Defender als Scorer. 

Trotz alledem war es ein super Spiel, großartiger Kampf der Würzburg Baskets und tolle Unterstützung der Fans, die ganze Halle stand für 40 Minuten! 
Und gelernt habe ich auch was: In der BBL darf man Technische Fouls kriegen so viel man will, nur bei zwei Unsportlichen fliegt man raus. Tucker hat das auch erst gestern gelernt.

Nächste Woche in Hagen muss mal wieder ein Auswärtssieg her, sonst sehe ich uns auf einer längeren Abwärtsspirale, schließlich kommt Bayern und Alba demnächst vorbei.

Off the court:
- Die Lasershow war eine tolle Idee, hat die Stimmung in der Halle gleich richtig gepusht. Bis der zweite Teil der Lasershow in einen gefühlt halbstündigen Werbespot für das Reisebüro TakeOff umschlug, dazu noch sehr unpassend mit Opernmusik hinterlegt. Ich hoffe die Verantwortlichen haben das gemerkt, dass es vielleicht ein bisschen viel war, als die Zuschauer dann auch das Klatschen eingestellt haben. Kurz nach dem Basketball-relevanten Teil noch mal den Sponsor dieser Aktion genannt, das hätte echt gereicht.
- Hallensprecher: Was unser Klaus Groß sich gestern geleistet hat, geht eigentlich auf keine Kuhhaut. Normalerweise amüsiere ich mich über seine Ansagen, gestern war es nur noch peinlich. Kennt weder die eigenen Spielernamen ("Es kommt Spieler Nummer 7 (laaange Pause) ....Oliver... Clay!"<- Falsch: Die 7 ist Alex King! Später:  "Applaus für Ricky King"...gemeint war Ricky Harris) noch kann er sich an die Starting Five erinnern, die er ein paar Minuten vorher verlesen hat ( "Zum ersten Mal auf dem Feld, Chris Kramer" bei dessen Wiedereinwechslung). Bitte sofort in Rente schicken, da schämt man sich ja vor den Gästefans!
- Sehr sportlich verhielt sich Anton Gavel, als er Chester Fraziers Bein streckte, als dieser seinen Wadenkrampf hatte.
- Die Bamberger Fans waren ebenfalls sehr faire Gäste, mir sind weder unflätige Gesten noch andere negative Aktionen aufgefallen. Ein, am Schluss leider passendes, Plakat haben sie hinter sich an die Wand gehängt. Darauf waren zwei Spielkarten abgebildet, die linke mit dem Logo der Brose Baskets (die Oberkarte), die rechte mit unserem (die Unterkarte). In der Mitte stand "sticht". So wars ja dann auch: Ober(-franken) sticht Unter-(franken). Das war es dann aber auch schon mit der Kreativität, da waren die Bonner besser!
Besondere Aktionen des Würzburger Fanclubs kriegt man im D-Block ja kaum mit (optisch wie akustisch), habe was von einem Banner mit den üblichen "Bamberger Bauern" Schmähungen gehört. Nicht sehr einfallsreich. Wenn man das mal singt (auf die Melodie von Guantamera), wenn sich die Fans entsprechend aufführen, meinetwegen. Aber gleich zur Begrüßung sowas? Das zeigt eine gewisse Kleingeistigkeit, für viele Würzburger ist Bamberg das, was Schalke für den BVB ist. Ich bezweifle, dass es umgekehrt so ist. Für die Bamberger sind wir momentan eher nur ein Auswärtsgegner, zu dem man eine recht kurze Anfahrt hat. Wie hat es Olli Kahn mal ausgedrückt? "Was kümmert's die Eiche, wenn eine Sau sich an ihr reibt". Für mich sind sie erst mal Deutscher Meister, dann erst Derby-Nachbar. Wenn man so arg einen auf Derby macht, freuts die Bamberger doch nur noch mehr, wenn sie gewinnen, was gestern der Fall gewesen sein müsste.

Samstag, 10. Dezember 2011

Rise with us?

Heute ist zwar Derby, aber der Tag fängt für mich persönlich schlecht an.
Brandon Roy hat gestern seinen Rücktritt erklärt. Aufgrund seiner diversen Knie-OPs fürchten die Ärzte, dass wenn er weiter NBA Basketball spielt, sich seine Knie und damit seine Fähigkeit schmerzfrei zu gehen, bald massiv verschlechtern werden.
Ein schwarzer Tag im Leben eines Blazers Fans. Roy hatte eine grandiose aber leider viel zu kurze Karriere.
Ich bin froh, dass ich in live habe spielen sehen. Er gab uns wieder Hoffnung und brachte die Blazers wieder positiv zurück ins Bewußtsein der NBA-Fans
Nebenbei wurde gestern auch noch bekannt, dass Greg Odens aktuelle  Knieverletzung zwar auf einem guten Weg der Heilung ist, seine Ärzte aber ein (bisher unbeschädigtes) Band im Knie entdeckt haben, bei dem sie sich auch nicht sicher sind, ob das einer längeren Karriere im Profibasketball auf Dauer Stand halten wird.
Hinter beiden Spielen standen bisher sowieso große Fragezeichen, trotzdem wurde ein gewisser Optimismus hinsichtlich der 2011/2012 Saison damit abgewürgt.
Die besorgniserregendste Meldung betrifft allerdings unseren neuen Top-Star LaMarcus Aldridge. Er muss wegen Herzbeschwerden 2 Wochen aussetzen und wird erst zu Beginn der Saison wieder auf dem Feld stehen.

Was 2009 in Portland noch als ein Team mit glänzenden Zukunftsaussichten war, ist mittlerweile zu einem wandelnden Lazarett geworden. Wenn sich jetzt nicht noch ein hochkarätiger Neuzugang findet, finden die Play-Offs dieses Jahr ohne die Blazers statt.

Montag, 5. Dezember 2011

Spiel 11: Oldenburg vs. Würzburg

Wieder nix mit Auswärtssieg. Mit 84:78 haben die Baskets gegen die Baskets verloren. Da lag ich mit meiner Einschätzung leider richtig. Um eine so potente Offensive wie die der Oldenburger auszuschalten, muss unsere Defensive noch besser werden. Oder man scort halt doch ein bisschen mehr. Die Würzburger Dreierquote war zwar ordentlich (8/19 = 42,1%), aber im Zweier-Bereich war es dann ein bisschen dünn im Vergleich zum Gegner.
Unser Frontcourt hat gestern nur 27 von insgesamt 78 Punkten gemacht. Dabei hat Jason Boone mit 18 Zählern endlich mal richtig zugelangt ( hat der den letzten Eintrag hier gelesen? :-) . Leider hat sonst nur Elliot 9 Punkte gemacht, alles Dreier (3/5), seine 9 Versuche von innerhalb der Dreierlinie fanden das Ziel nicht. Tomaszek dafür mit 4 Fouls in knappen 6 Minuten. Der Rest unserer Big Men hat auch nicht viel gespielt. Von insgesamt 200 Minuten Einsatzzeit fielen auf die Forwards und Center (6 Mann) ca.  82 Minuten, 117 Minuten gingen an 5 Guards.
Eine krasse Statistik: Oldenburg hat mit 41 Rebounds 16 mehr geangelt als Würzburg (25). Alleine 7 Offenisvrebounds mehr. Wäre interessant zu wissen, wieviele Second-Chance Points dabei abgefallen sind.
17 Würzburger Turnovers sind auch nicht gerade toll.
Zwar sind die Baskets kurz vor Ende noch mal auf 78:78 rangekommen und machten es am Ticker spannend. Die anderen Baskets machten dann aber schließlich die letzten 6 Punkte.
Nach Aussage vieler SD User waren die Schiris wieder mal grottig, haben wohl sogar eher pro Würzburg gepfiffen, aber insgesamt keine einheitliche Linie. So arg waren die Oldenburger dann aber doch wohl nicht benachteiligt, da sie mit 28 Freiwürfen 10 Versuche mehr zugesprochen bekommen haben als Würzburg
Daran hat es also eher nicht gelegen.

Derbytime!
Egal, nächsten Samstag zählt's. Das Derby gegen die B*mberger "Bauern" steht an. Prognose wage ich keine. Zwar spielen die Brösels am Donnerstag in Malaga, ob sie aber am Samstag so fertig sind, dass sie leicht schlagbar sind, davon bin ich nicht überzeugt. Wenn wir es einigermaßen spannend machen können, kann ich auch gut mit einer Niederlage leben. Es sollte für uns halt keine Packung geben. Bin auch mal gespannt wieviele "Freaks" nach Würzburg kommen. Kann mir vorstellen, dass da ein paar mehr als nur die 400 im G-Block da sein werden. Zum Glück sitzen um mich herum nur Dauerkarteninhaber, ein Bamberger wird mir also nicht in die Quere kommen, es sei denn, es verirren sich wieder mal ein paar Gäste auf die Treppen.

NBBL:
War gestern auch mal kurz beim Doppelspieltag der s.Oliver Baskets Akademie. Vom JBBL Spiel habe ich nicht mehr viel gesehen (haben gegen Nürnberg gewonnen). Das NBBL Spiel gegen Bayreuth war dann leider nicht schön anzusehen. Nach der ersten Hälfte bin ich wieder gegangen, da sich mit einem Vorsprung von ca. 35 Punkten von Bayreuth eine unappetitliche Niederlage anbahnte. Einer der Würzburger hat sich gleich zu Beginn verletzt, vielleicht hat sie das schon so aus der Bahn geworfen. Hatte den Eindruck, dass die Bayreuther insgesamt ca. 1 Jahr in der Athletik voraus wären. Besonder die Nummer 20 (Taylor?) hat den Würzburgern gut eingeschenkt. Offensiv war kaum ein System zu erkennen, viele der Jungs haben offene Würfe verweigert und dann noch den Extrapass gespielt (um den Spielzug nach Vorschrift zu beenden?).
Aber wenn weder die "großen" Baskets nicht zu Hause spielen und Sport1 kein Spiel überträgt, ist das doch auch mal eine Möglichkeit sich seine Dosis Basketball zu holen. Trotzdem es Jugendliche sind, geht's da schon ganz schön zur Sache.